Automarkt: Neuzulassungen bleiben weiter deutlich unter dem Normal-Niveau

Stuttgart. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im Land hat sich zwar leicht erholt: Im Juni 2021 wurden 34.967 Pkw neu zugelassen, das ist ein Plus von 15,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Dieser Zuwachs ist allerdings ausschließlich dem niedrigen Ausgangsniveau im Juni 2020 geschuldet. Im Vergleich zu dem vor der Pandemie liegenden Jahr 2019 liege das Minus bei rund 70.000 Verkäufen beziehungsweise 26,5 Prozent, sagte Michael Ziegler, Präsident des Baden-Württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes zu den aktuellen Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) für den Südwesten.

„Die Situation für den Automobilhandel wird durch Lieferprobleme der Hersteller erschwert, die durch die mangelnde Verfügbarkeit von Halbleitern ausgelöst werden. Gewerbliche Neuzulassungen und Fahrzeuge mit alternativen Antrieben blieben im Juni das Zugpferd des Neuwagenmarktes. Vor allem die Elektromobilität schoss mit plus 230 Prozent und 10.400 Verkäufen durch die Decke. Die Innovationsprämie von bis zu 9.000 Euro ist dabei der entscheidende Impulsgeber für die E-Zulassungen. Dies zeigt sich auch in der Halbjahresbilanz, die insgesamt um 12,8 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 zugelegt hat. Wir konnten 195.140 Neuzulassungen in Baden-Württemberg verzeichnen, davon allein rund 54.000 E-Pkw. Die Entwicklung hin zu alternativen Antrieben ging klar zulasten der Verbrenner. Während Benziner 15,1 Prozent auf 12.326 Neuzulassungen einbüßten, verloren Diesel 27,3 Prozent auf 6.823 Erstzulassungen. Das Segment der alternativen Antriebe bleibt mit einem Plus von rund 150 Prozent und 15.811 Neuzulassungen auf Wachstumskurs.“